Förderprojekte
Schutzgebietsmanagement 2024 - 2026
Das Schutzgebietsmanagement in den Tiroler Naturparken stützt sich auf die Umsetzung von Maßnahmen in den Bereichen Naturschutz, Erholung und Tourismus, Regionalentwicklung, Umweltbildung und Forschung. Der Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen kann in diesen fünf Tätigkeitsbereichen wie gewohnt auf ein reichhaltiges Programm verweisen.
Im Projekt "Schutzgebietspersonal im Naturpark Zillertaler Alpen 2024-2026" wird die Schutzgebietsbetreuung für u.a. folgende Ziele und Aufgaben finanziert:
- Einbettung der Naturschutzziele in das Leitbild 2024+ des Hochgebirgs-Naturparks Zillertaler Alpen
- Weitere Umsetzung der in den Naturschutzzielen definierten Maßnahmen und möglichen Aktivitäten des Naturparks (Naturschutzziele)
- Vermeidung von Nutzungskonflikten im Bereich der naturnahen Erholung bzw. verschiedener Natursportarten
- Verminderung des motorisierten Individualverkehrs in den Seitentälern des Hochgebirgs-Naturparks
- Fortführung von Maßnahmen im Bereich des Naturschutzes bzw. der Erhaltung der Kulturlandschaft, insb. zur nachhaltigen Bewirtschaftung von Almen und Bergmähdern
- Erhaltung oder Wiederherstellung struktur- und artenreicher Wald- bzw. Almflächen
- Stärkung der Zusammenarbeit mit den Sektoren Land- und Forstwirtschaft in der Naturparkregion
- Weiterentwicklung des bestehenden Angebots an dezentralen Ausstellungen bzw. Infopoints sowie der Themenwege in der Naturparkregion Zillertaler Alpen
- Verstärkte Zusammenarbeit mit Schulen in der Naturparkregion, insb. den Naturparkschulen
- Weiterbildung und Qualifizierung der Naturparkführer und Multiplikatoren der Naturparkidee
- Sensibilisierung für den Natur- und Landschaftsraum der Schutzgebiete und das richtige Verhalten in der Natur und Bergwelt
- Steigerung der Bekanntheit und Akzeptanz der Schutzgebiete, des Wissens um ihre Besonderheiten sowie die Initiativen der Naturparkbetreuung bei der einheimischen Bevölkerung und BesucherInnen
- Verbesserung der Datengrundlagen zur Artenvielfalt im Naturpark bzw. zu speziellen räumlichen bzw. thematischen Fragstellungen zum Natur-, Landschafts- und Kulturraum der Schutzgebiete
Organisationsentwicklung Tiroler Naturparke und Integration Managementplan
Tiroler Naturparke gemeinsam weiterbringen
Angesichts der vielfältigen alltäglichen Aufgaben, die ein Schutzgebiet zu bewältigen hat, bleibt in der internen Organisationsentwicklung oft manches auf der Strecke. Weil in den Tiroler Naturparks viel Expertise vorhanden ist, aber mitunter unterschiedlich verteilt (Naturpark A ist im Bereich X gut, Naturpark B im Bereich Y), soll diese Expertise im Zuge einer gemeinsamen Workshop-Reihe untereinander zugänglich gemacht und ausgetauscht werden.
- Netzwerke und Projektpartnerschaften
- Strategische Öffentlichkeitsarbeit und konkrete Pressearbeit
- Ziele, Erfolgskontrolle und Reporting
- Budgetplanung (inkl. Sponsoring) und Controlling
- Projektmanagement
Die Umsetzung fand gemeinsam mit den fünf Tiroler Naturparken und Sonntagplus in enger Zusammenarbeit mit der Abteilung Umweltschutz statt.
Zeitraum: 2024
Auftraggeber: Land Tirol, Abteilung Umweltschutz
Foto: Horst Ender, Im Hauserkar
East-Alp Eagle Alliance
Der „König der Lüfte“ bekommt im Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen besondere Aufmerksamkeit! Mit großer Begeisterung startet der Naturpark in das neue Interreg-Projekt „East-Alp Eagle Alliance“. Gemeinsam mit dem Nationalpark Berchtesgaden, dem Nationalpark Hohe Tauern, der Universität Innsbruck und dem Artenschutzzentrum „Alpine Biodiversity“ setzen wir uns für den langfristigen Schutz des Steinadlers in den Alpen ein.
Wissen sammeln, Lebensräume bewahren und Erfahrungen teilen – das sind die zentralen Ziele des grenzüberschreitenden Projekts. Dafür soll ein abgestimmtes Steinadler-Monitoring aufgebaut werden, das wertvolle Daten zur Verteilung der Reviere und zur Entwicklung des Bestands liefert. Während in einigen Gebieten bereits langjährige Erfahrungen und Datenreihen vorhanden sind, soll im Naturpark Zillertaler Alpen eine neue Grundlage für die systematische Beobachtung geschaffen werden.
Beim erfolgreichen Kick-off im Nationalpark Berchtesgaden kamen bereits verschiedene Interessensgruppen zusammen, um sich auszutauschen und gemeinsame Ziele zu definieren. Nun möchte sich der Naturpark auch regional mit unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren vernetzen. Gemeinsam mit engagierten Partnern soll ein Monitoring entstehen, das langfristig Bestand hat – denn jede Beobachtung kann dazu beitragen, mehr über das Leben des Steinadlers in unseren Bergen zu erfahren.
Doch nicht nur Daten sammeln ist gefragt: Auch Wissensvermittlung und Umweltbildung spielen eine zentrale Rolle. Im Projekt wird ein neues Umweltbildungsmodul entwickelt, das künftig an den Zillertaler Schulen zum Einsatz kommen soll. Dabei erfahren die Schülerinnen und Schüler Spannendes über den Steinadler, seine Lebensweise und seine Bedeutung im alpinen Ökosystem. Als sogenannte Schirmart steht der Steinadler stellvertretend für den Schutz vielfältiger Lebensräume, von dem auch zahlreiche andere Tier- und Pflanzenarten profitieren.
Wir freuen uns auf spannende Beobachtungen, neue Kooperationen und viele Begegnungen rund um den König der Lüfte! Denn eines ist klar: Nur gemeinsam können wir wertvolles Wissen schaffen und einen nachhaltigen Beitrag zum Schutz unserer alpinen Natur leisten.
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East-Alp Eagle Alliance
Grenzüberschreitendes Netzwerk für den Schutz des Steinadlers
Wissen generieren, Lebensräume bewahren, Erfahrungen teilen
Laufzeit: 2026–2028
Gesamtbudget: € 996.326,00
Foto Anna Pernstich



