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Wer suchet, der findet!

„Vielfalt bewegt! Alpenverein von Jung bis Alt“ auf der Löschbodenalm

Die große Vielfalt an Pflanzen- und Tierarten im Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen kann mitunter unüberschaubar wirken. Doch wer unter fachkundiger Begleitung einige Arten näher kennen lernt, wird gleich mit ganz anderen Augen durch die Berge streifen und sich an jeder neuen Beobachtung erfreuen.

So ging es auch den 10 Freiwilligen der Umweltbaustelle Löschbodenalm, für die es an ihrem freien Tag gemeinsam mit Biologin Sybille Kalas auf „Vielfalt bewegt!“-Exkursion ging. Hinter diesem Motto verbirgt sich ein Projekt des Österreichischen Alpenvereins, das sich zum Ziel gesetzt hat, das Wissen um alpine Arten und ökologische Zusammenhänge zu fördern.

Gemeinsam wanderten wir von der Höllensteinhütte zur großen Steinmauer zwischen Lösch- und Elsalm und weiter zum Gipfel Am Flach und hielten dabei fleißig Ausschau nach den 20 Zielarten des „Vielfalt bewegt!“-Projekts. Im Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen kommen alle 20 Arten nachweislich vor. Im Rahmen des Projekts sind alle Naturbegeisterten dazu aufgerufen, Beobachtungen dieser Arten in Österreich zu melden und auf diese Weise einen Beitrag zum Wissen über die biologische Vielfalt im Gebirge zu leisten.

Alpenschneehuhn, Arnika, Gämsheide, Grasfrosch, Tannenhäher, Weiße Silberwurz und Zwergprimel – mit sieben zu meldenden Arten kann sich die Bilanz unserer Exkursion durchaus sehen lassen! Natürlich lernten wir insgesamt noch viel mehr kennen. Dabei zogen insbesondere die kulinarischen Besonderheiten entlang des Weges unser Interesse auf sich, wie die Walderdbeeren oder die Meisterwurz.

Ein Highlight unserer Wanderung war darüber hinaus der Abstecher zu den Tümpeln, die im Rahmen des Naturschutzplans auf der Alm letztes Jahr auf der Löschbodenalm wiederhergestellt wurden. Zu unserer großen Freude  werden die Gewässer von den Amphibien bereits dankend angenommen. So konnten wir einige Bergmolche und einen großen Grasfrosch darin beobachten.

Ein großes Dankeschön an Sybille Kalas, die uns mit ihrer Begeisterung angesteckt hat und uns viele interessante Dinge zeigen und erzählen konnte! Trotz dichter Nebelsuppe und einem kräftigen Regenschauer war es ein wunderschöner Tag mit einer ganz besonderen Stimmung, wie auch die anschließend in der Hütte entstandenen Haikus deutlich machen:

Mystische Berge

Nebel zieht vom Tal herauf

es ist kühl und schön

 

Von oben ein Ruf

Von unten ein stiller Blick

Von innen - Ruhe

 

Hochgebirgsnatur

so viel Vielfalt auf der Spur

Vielfalt die bewegt

 

 

 
 
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