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Auftakt zum Schneehuhn-Projekt

Forschern über die Schulter geschaut

Früh aufstehen hieß es für Ornithologe Dr. Reinhard Lentner vom Land Tirol, Praktikantin Franziska Fieg und Naturparkbetreuer Frederick Manck am vergangen Freitag für den ersten Tag der Schneehuhn-Kartierung im Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen. Denn wer den morgendlichen Gesang der männlichen Schneehühner vernehmen will, sollte spätestens gegen 5 Uhr morgens im Gelände sein.

Das Schneehuhn steht wie kaum eine andere Vogelart für die raue Hochgebirgswelt der Zillertaler Alpen. Grund genug sich näher mit diesem faszinierenden Überlebenskünstler des Hochgebirges zu beschäftigen. Noch immer gibt es Wissenslücken, was seine Lebensraumansprüche und Verbreitung in Tirol angehen.

In insgesamt neun über den Naturpark verteilten Untersuchungsgebieten wird das Schneehuhn dieses und nächstes Jahr systematisch kartiert. Neben Sichtbeobachtungen und akustischen Nachweisen, wird dabei vor allem nach Losung und Federn gesucht. Alle Nachweise des Schneehuhns werden genauestens dokumentiert und das gesammelte genetische Material später im Labor analysiert.

Ziel des Projekts ist es, mehr über die Revierdichten und die Nutzung verschiedener Lebensraumtypen durch das Schneehuhn zu erfahren. Die gewonnen Erkenntnisse sollen auch in die Besucherlenkung des Naturparks einfließen. Der erste Kartier-Tag des Projekts im Haupental verlief überaus erfolgreich. Die zahlreiche Losungsfunde belegen eindrucksvoll, welch geeigneten Lebensraum der Naturpark den Schneehühnern bietet.

 
 
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