Rangertagebuch

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Ruhegebiet

Basis des Naturparks

Wie viele andere bekannte und stark frequentierte Alpenregionen wurde auch das hintere Zillertal durch Straßen- und Seilbahnerschließungspläne gefährdet. Letzte Bereiche einer noch ursprünglichen und einmaligen Hochgebirgslandschaft drohten verloren zu gehen.

1978 wurde mit dem Bau der Alemagna-Autobahn begonnen, die ursprünglich durch das Zillertal bis München führen sollte. 1981 begannen Bestrebungen eine Passstraße über das Hundskehl- und Pfitscher Joch zu bauen sowie eine seilbahntechnische Erschließung des Gebietes um den Schlegeisspeicher umzusetzen.

Damit wurden gleichzeitig Bemühungen stark, den Zillertaler Hauptkamm unter Schutz zu stellen und eine weitere Erschließung im bereits stark erschlossenen Zillertal abzuwehren. Allen voran setzte sich der Österreichische Alpenverein und dessen Abteilung Raumplanung-Naturschutz gemeinsam mit der Sektion Zillertal dafür ein.

Am 2. Juli 1991 wurde schließlich das Ruhegebiet Zillertaler Hauptkamm durch die Tiroler Landesregierung verordnet. 2006 wurde eine Grenzänderung im Bereich der Gefrorenen Wandspitzen durchgeführt und das Ruhegebiet um eine kleine Fläche in der Gemeinde Tux erweitert. Im Jahr 2016 wurde das Ruhegebiet um den Tuxer Hauptkamm erweitert. Es wurde umbenannt auf "Ruhegebiet Zillertaler und Tuxer Hauptkamm" und umfasst nun eine Fläche von 422 km². Eine einzigartige Hochgebirgs- als auch Kulturlandschaft unterliegt seither den Bestimmungen der Ruhegebietsverordnung. Nicht erlaubt sind demnach:

  • jede erhebliche Lärmentwicklung, wie z.B. von Betrieben
  • Errichtung von Pisten und Seilbahnen zur Personenbeförderung
  • Neubau von Straßen für öffentlichen Verkehr

Dennoch bedeutet Ruhe hier nicht Stillstand oder Verbot. Vielmehr setzt der Naturpark Akzente und auf eine gesunde Mischung aus Regionalentwicklung, sanftem Tourismus, Umweltbildung, Naturschutz und Forschung.

 
 
Naturschutz » Ruhegebiet als Basis