"Der Weg der Wölfe" - Naturpark-Fachvortrag vom Wildbiologen Peter Sürth - Samstag, 18. September um 19:30 Uhr - Aula VS Finkenberg

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Die Tierwelt im Hochgebirgs-Naturpark

In allen Höhenstufen des Naturparks kommen geschützte und selten gewordene Pflanzen und Tiere vor. Ein Schutzgebiet ist ein besonders wertvoller Raum zum Schutz typischer Arten von Insekten, Amphibien und Reptilien, Fischen, Vögeln oder Säugetieren.

Bei den Insekten bspw. sind die vielerorts vorkommenden Larven der Eintags- und Köcherfliegen in Fließgewässern wichtige Anzeiger für die Reinheit und Qualität des Wassers. Einen großen Beitrag zu einem gesunden Wald  liefert die Rote Waldameise, die Population eines Hügels vernichtet täglich mehr als 10.000 Waldschädlinge!

Der Artenreichtum der Fische ist im Naturpark begrenzt. Zwei typische Vertreter sind die Bachforelle, die v.a. in Fließgewässern mit schottrigem Untergrund anzutreffen ist und die Elritze oder Pfrille, ein kleiner Schwarmfisch, der auch in Höhen von weit über 2.000 m in seichten Gewässern noch existieren kann.

Bekannte Naturparkbewohner aus dem Reich der Amphibien und Reptilien sind die ungefährliche und Feuchtwiesen bewohnende Ringelnatter oder die wärmeliebende und trockene Standorte bevorzugende Kreuzotter – eine Giftschlange. Vielerorts anzutreffen ist der sehr kältetolerante Grasfrosch mit einem großen Laichgebiet in den Mäandern unterhalb des Schrammachkars sowie der schwarze Alpensalamander, der hauptsächlich bei hoher Luftfeuchtigkeit unterwegs ist und daher oft ein guter Indikator für bevorstehenden Regen ist.

Durch die Nähe des NP Hohe Tauern sind in den Lüften der Naturparkregion immer wieder imposante Steinadler und die noch größeren Bartgeier zu sehen, Horste dieser Greifvögel gibt es derzeit aber wohl keine im Naturpark. Weitere typische Alpenvögel sind das Alpen-Schneehuhn, das sein Gefieder der Jahreszeit anpasst oder die Alpenbraunelle, ein Singvogel, der auch in hochalpinem Gebiet noch anzutreffen ist.  Und natürlich die Alpendohle, ein Rabenvogel, der als wahrer Flugkünstler gilt und zumeist großes Interesse an der Jause der Wanderer zeigt.

Bei den Säugetieren gibt es besonders viele Tiere, die symbolhaft für die Alpen stehen. Neben Murmeltieren, Gämsen, Bergschafen und Haflingern, haben im Naturpark auch beinahe ausgestorbene Tiere des Hochgebirges einen Platz gefunden wie etwa die ganz und gar nicht scheuen Steinböcke, für die es immer wieder sog. Auswilderungen zum Aufbau einer gesunden Population gibt.