"Der Weg der Wölfe" - Naturpark-Fachvortrag vom Wildbiologen Peter Sürth - Samstag, 18. September um 19:30 Uhr - Aula VS Finkenberg

  • Willkommen & Aktuelles
  • Natur & Kultur
    • Geschichte
    • Kulturlandschaft
    • Lebensraum
    • Pflanzenwelt
    • Tierwelt
    • Gletscher
    • Geologie
    • Mineraliensammeln
    • Naturparkregion
    • Naturschutz
    • Sauber statt Saubär
    • Bergwaldprojekt
    • Bergbauernhof
  • Erholung & Erlebnis
  • Regionalentwicklung
  • Umweltbildung & Forschung

Lebensräume im Hochgebirgs-Naturpark

In den Talgründen gibt es an Hochwasser-Standorten entlang der Bäche Restbestände von Grauerlenwäldern - so etwa bei der Schwemmalm im Zemmgrund.
An den Berghängen der montanen Stufe erstrecken sich Fichtenwälder oder Fichten-Tannen-Mischwälder.

Weiter oben wird dieser vom subalpinen Lärchen- und Fichtenwald abgelöst, der dann immer mehr in Zirbenstände übergeht. Ebenso haben sich in der subalpinen Stufe in Steilrinnen und Schwemmfächern Grünerlenbestände entwickelt, die wegen ihrer Biegsamkeit Lawinen trotzen. Zirben, Grünerlen und Latschenkiefern bilden den Übergang zwischen der Wald- und der baumlosen Zone. Stark landschaftsprägend sind die beweideten Almmatten mit ihrer artenreichen Flora.

Die Pflanzendecke der subalpine Stufe besteht vorwiegend aus Zwergstrauchheiden mit Alpenrosen, Heidel- und Rauschbeeren, dazwischen stehen vereinzelt Reste von Zirbenwäldern, in Lawinenstrichen Legföhrenbestände, an schneearmen Windkanten halten sich Teppiche von Gemsheide.

Im unmittelbaren Bereich von Gewässern und Quellen treten kleinflächige und moosreiche Quellfluren und Niedermoore auf, die im Gegensatz zu Hochmooren in Kontakt mit dem Grundwasser stehen. Moore findet man z.B. mit dem gut erforschten Schwarzensteinmoor (HOLA) im Zemmgrund sowie mit den beiden Mooren Mösla und Langeben im Talschluss des Sundergrundes auf über 2.200 m.

Oberhalb der Baumgrenze und des Zwergstrauchgürtels beherrschen alpine Rasen und Grasheiden sowie Pionierpflanzen einen großen alpinen Bereich, der stark fels- und schuttdurchsetzt ist. Niedere und an raue Bedingungen angepasste Krummseggen-, Bürstlings- und Blaugrasrasen werden z.T. als Extensivweiden genutzt.

Weiter oben in der Fels- und Schuttregion sowie den Gletschervorfeldern der Gründe im Naturpark lichtet sich die Vegetationsdecke langsam, nur noch Flechten und Polsterpflanzen überleben hier – Fels und  Schutt dominiert. In der nivalen Stufe gibt es nur noch einige Extremsiedler wie den Gletscher-Hahnenfuß, der Steinbrech und rot schimmernde Grünalgen, die sog. „Blutschnee“ verursachen.

Besonders ästhetische und verbindende Elemente sind im Naturpark die vielen stehenden und fließenden Gewässer - kleine Bäche und Flüsse, Almtümpel und Bergseen. Einige Seen haben sich in den während der Eiszeit geformten Karen gebildet und sind heute als Karseen zu bewundern, wie der Schwarzsee (2.472 m) oberhalb der Berliner Hütte oder der Friesenbergsee (2.490 m) beim Friesenberghaus.