"Der Weg der Wölfe" - Naturpark-Fachvortrag vom Wildbiologen Peter Sürth - Samstag, 18. September um 19:30 Uhr - Aula VS Finkenberg

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Kulturlandschaft - KulturSchafftLand

Naturlandschaft ist vom Menschen unberührte und unveränderte Landschaft. Das findet man auch in den Alpen nur noch sehr vereinzelt. Im Gegensatz dazu hat der Mensch Naturlandschaft durch die Anlage von Siedlungen und Wegen und vor allem durch die land- bzw. forstwirtschaftliche Nutzung geprägt und ihren Erfordernissen entsprechend angepasst – Kulturlandschaft entsteht.

Ein anschauliches Beispiel für alpenländische „Kulturlandschaft“ ist die Naturparkgemeinde Brandberg: Land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen, ein Nebeneinander vieler verschiedener Landschaftselemente, ein harmonisches Landschaftsbild durchzogen mit typischen Elementen traditioneller Bauweisen und Landbewirtschaftung. 

Die beiden Themenwege durch Brandberg, der „Bergmähderweg“ und insbesondere der „Kulturwanderweg“ geben dem Besucher einen faszinierenden Einblick in Kulturlandschaft und deren typische Elemente: 
Schindeldächer: Traditionelle Form der Dachbedeckung, in der Naturparkregion zumeist aus Lärchenschindeln und mit Steinen beschwert („Schwardach“)
Stangenzäune: Traditionelle Art der Zäune rein aus Holz, sogar die Nägel! Früher Zeichen des Reichtums eines Hofs, heute Zeichen handwerklichen Geschicks
“Gassen”: Schmale Hohlwege als Verbindungswege von den Almen und Asten ins Tal. Im Sommer (Wirtschafts-)Weg für Vieh und Mensch – im Winter Transportweg, wenn das Heu mit Schlitten von den Bergmähdern ins Tal gebracht wurde 
Trocken- oder Klaubsteinmauern: Aus Steinen aufgeschichtete Mauern, um auch steiles Gelände bewirtschaftbar zu machen. Standorte für „Pflanzen-Spezialisten“, die sich an extrem trockene Bedingungen anpassen können wie z.B. der Weiße Mauerpfeffer
Mühlen: Die 2003 renovierte Schrofenmühle als Beweis für die lang währende  Vergangenheit Brandbergs als Getreideanbaugebiet