Die Themenwege im Naturpark
Ob Gletscherweg oder Flurnamenweg, ob Kulturwege oder Naturerlebniswege - Wir bieten inzwischen einige spezielle Wanderwege an, die zum Entdecken einladen.
- Die verborgenen Geheimnisse der Gletscher -
Gletscherweg „Berliner Hütte“
Von Jahr zu Jahr ziehen sich die Alpengletscher mehr zurück und verlieren sichtbar an Masse – ein Zeichen eines nahenden Klimawandels? Auch das Landschaftsbild rund um die Berliner Hütte hat sich seit dem letzten Gletscherhochstand vor 150 Jahren stark verändert. Durch das Zurückschmelzen der Eismassen entstehen aber auch völlig neue Lebensräume. So wird auch in der Gletscherforschung nicht nur auf das „Ewige Eis“ sondern auch auf das Gletschervorfeld Bezug genommen. Ein Wissenschaftler, der immer wieder im Bereich der Berliner Hütte tätig war, ist Prof. Helmut Heuberger. Bereits 1951 nahm er an einer gletscherkundlichen Konferenz auf der Berliner Hütte teil und während seiner beruflichen Laufbahn führte er zahlreiche Untersuchungen an den Gletschern im Zemmgrund durch. Unter seiner Leitung, mit dem Oesterreichischen Alpenverein und dem Naturpark Zillertaler Alpen, entstand zum 125jährigen Jubiläum der Berliner Hütte der Gletscherweg. Im Begleitbüchlein ist viel Wissenswertes über die 10 Haltepunkte zu lesen. Die Gehzeit des Rundweges beträgt etwa 1,5 Stunden. Wenn man sich an den Haltepunkten Zeit nimmt, und sich Spannendes über Moränenwälle, Sichelbrüche, Granatabbau, Blumen und vieles mehr anhand des Büchleins zu Gemüte führt, dann wird daraus eine angenehme und sehr interessante Halbtagestour.
Halbtagestour: ca. 3 km, 150 Höhenmeter, 1,5h reine Gehzeit
Start und Ende: Alpenrose Hütte
Tourenverlauf: Rundwanderung, Zugang über Breitlahner 2h
Einkehrmöglichkeiten: GH Breitlahner, Grawandhütte, Alpenrose Hütte, Berliner Hütte
Sie können gerne das Buch zu diesem Themenweg bestellen.
- Land aus Menschenhand -
Kulturwanderweg Brandberg
Der Kulturlandschaftsweg führt von der Kirche der Naturparkgemeinde Brandberg durch das weit verstreut liegende Ortsgebiet, mitten durch die steilen, oft von Hand bewirtschafteten Wiesen. Beim Hof „Frodls“, dem höchsten Punkt des Kulturlandschaftsweges, gibt es die Möglichkeit über den Bergmähderweg zum Kolmhaus (1.845m) zu wandern.
Der Themenweg „Land aus Menschenhand“ basiert auf den Ergebnissen einer Kulturlandschaftskartierung, die in den Jahren 1999 bis 2000 in Brandberg durchgeführt wurde. Diese Studie dient heute als Grundlage für ein Fördermodell, das finanzielle Anreize zur Erhaltung traditioneller und arbeitsintensiver Elemente in der Kulturlandschaft, wie z.B. Stangenzäune, Schindeldächer, Bergmähder oder die händische Bewirtschaftung steiler Wiesen gibt.
Halbtagestour: ca. 6 km, Höhenunterschied 230m, durch das weitverstreute Ortsgebiet Brandbergs
Start und Ende: Kirchplatz Brandberg
Tourenverlauf: in einer Rundwanderung durch das weitverstreute Ortsgebiet Brandbergs
Einkehrmöglichkeiten: GH Thanner, GH Steinerkogel
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- Vun Wiecht bis zun Kolmhaus -
Bergmähderweg Brandberg
Alpine Wanderwege von heute gehen meist auf sehr viel ältere Wege zurück. So auch der Weg vom höchstgelegenen Hof "Frodls" zum "Kolmhaus", das inmitten der Bergmähder liegt. Auf Schlitten wurde früher das Bergheu im Winter entlang dieser "Heiriese" zu Tal gebracht - hier zum letzten Mal im Dezember 1992. Und dafür war ein steiler Weg ohne Kehren einfach besser geeignet.
Tagestour: 6-7 km, Höhenunterschied 745m, Abstieg über Aufstiegsweg
Anfahrt: von Mayrhofen bis zur Haltestelle Brandberg
Tourenverlauf: dem Bergmähderweg folgend, ab Gasthof Thanner über Ahornach, Frodls bis zum Brandberger Kolmhaus, auf demselben Weg zurück
Einkehrmöglichkeiten: Gasthof Thanner, Brandberger Kolmhaus
Rückfahrt: Haltestelle Brandberg (letzte Fahrt 18.15) - Mayrhofen
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- Laß dir erzählen, von Karlsteg bis Breitlahner -
ein Themenweg durch die Ginzlinger "Kult-Urlandschaft"
Für das Büchlein sammelte der Ginzlinger Autor, Alfred Kröll, Geschichten aus dem Dorf, ergänzte sie mit den Fakten aus der Chronik und einer botanischen Erhebung und machte daraus eine sehr persönliche Erzählung, die den Wanderer von Karlsteg bis Breitlahner begleitet. Die Bilder des Fotokünstlers Athanas Gritzer (ebenfalls aus Ginzling) runden es harmonisch ab.
Halbtagestour: ca. 7-8 km, Höhenunterschied 350m, entlang des Dornauberger Tales
Anfahrt: von Mayrhofen bis zur Haltestelle Karlsteg
Tourenverlauf: Lehrpfad von Karlsteg (900m) entlang des die Alpen-Panorama-Straße in Richtung Schlegeisspeicher begleitenden Wanderweges Richtung Breitlahner (1.257 m)
Einkehrmöglichkeiten: GH Gamsgrube, GH Leitenhof, GH Roßhag, Kaserler Alm, GH Breitlahner
Rückfahrt: Haltestelle Breitlahner - Mayrhofen (letzte Fahrt 18.15 Uhr)
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- Laß dir erzählen, von Maurach bis Bärenbad -
Flurnamenweg Zillergrund
Die Einheimischen kennen jeden Stein, jeden Bach, jedes Kar und alles hat seinen Namen. Und natürlich gibt es auch unzählige Geschichten: wie es früher war, warum der mächtige Stein hier liegt, warum dieser Wald so heißt. Diese Geschichten sind nirgendwo aufgeschrieben, sie werden von Generation an Generation mündlich überliefert. Die Zillertaler Geographin, Mag. Nicola Fankhauser erzählt nun einige dieser Geschichten im "Flurnamenbuch Zillergrund".
Halbtagestour: ca. 15 km, Höhenunterschied 661m, im Talboden des Zillergrundes
Anfahrt: von Mayrhofen bis Maurach (Haltestelle "Tunnel Südportal") oder mit dem Auto zum kostenlosen Parkplatz "Maurach"
Tourenverlauf: Themenweg von Maurach (789m) bis zum Gasthaus Bärenbad (1.400m)
Einkehrmöglichkeiten: GH Almstüberl, GH Klaushof, GH Häusling, GH In der Au, GH Bärenbad, GH Bärenbadalm
Rückfahrt: Haltestelle "Tunnel Südportal" nach Mayrhofen (letzte Fahrt 18.22 Uhr)
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- Grenzwege -
erwanderte Natur im Schutzgebietsverbund Alpenhauptkamm
Jöcher sind die niedrigsten und daher am einfachsten zu begehenden Wege über Bergkämme hinweg. Intensive Beziehungen zu den Nachbarn jenseits des Alpenhauptkammes zeugen von der bewegten Vergangenheit der "Grenzwege": Almbauern, Wanderhändler, Schmuggler und Wilderer benutzten diese Wege häufig. Verwandtschaftliche Beziehungen zwischen "hüben" und "drüben", also dem Zillertal und dem Südtiroler Ahrntal sind keine Seltenheit. Heute leben diese alten Beziehungen wieder auf: in der Zusammenarbeit des Schutzgebietsverbundes, aber vor allem auch bei traditionellen Treffen beider Seiten, wie beispielsweise der alljährlichen Bergmesse am Hundskehljoch.
Das Buch "Grenzwege" erzählt Geschichten und Geschichte über diese Wege.
Tourenverlauf für den Zillertaler Teil: in einer dreitägigen Rundwanderung von Mayrhofen ins Südtiroler Ahrntal und zurück
erster Tag: vom kostenlosen Parkplatz "Maurach" durch den Zillergrund bis Bärenbad
zweiter Tag: Von Bärenbad über Weg Nr. 516 hinauf zum Hundskehljoch (2.561m), Abstieg über den Weg 16A, sodann 15A zum Waldner See, zur Hochwieseralm und nach Kasern.
dritter Tag: Von Kasern zur Hochwieseralm (Weg 15), weiter zum Heiliggeistjöchl (2.662m) über den Hannemannweg (Weg Nr. 502) zur Plauener Hütte (2.362m). Abstieg nach Bärenbad.
Start und Ende: Parkplatz "Maurach", am Südportal des Brandberger Tunnels
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- Finkenberger Naturschönheiten -
Themenwege rund um Finkenberg
Über die Bewunderung der imposanten Bergwelt mit den alles überragenden Gletschern im Talschluss werden die kleinen Schönheiten der vielfältigen Landschaft oft einfach übersehen.
Die klimatisch günstige Lage Finkenbergs und die unterschiedlichen Gesteinsschichten bedingen eine Vielfalt verschiedener, zum Teil einzigartiger Lebensräume. Dem Wanderer bietet sich damit so manche Besonderheit.
Zwei Halbtagestouren: Naturerlebnisweg "Glocke" und Moorlehrpfad Penken
Start: in Finkenberg
Sie können gerne das Buch zu diesem Themenweg bestellen.







