2007 und 2008
Gletscher.Welten
Im Mehrzweckgebäude und der alten Volksschule von Ginzling fand von 1997 - 2008, jeweils von Anfang Juli bis Ende September eine Naturpark-Ausstellung statt. Im Zwei-Jahresrhythmus wechselten die Ausstellungsthemen, wobei es immer viel Neues und Interessantes über Mensch, Natur und Kultur im Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen zu erfahren gab.
Konzipiert von Alfred Kröll, Frieda und Athanas Gritzer sowie dem Naturparkteam boten die Ausstellungen jedes Mal ein Erlebnis für Groß und Klein.
Nach der Errichtung des Naturparkhauses 2008 werden nach der Übergangsphase 2008 ab heuer keine separaten Ausstellungen in der alten Volksschule stattfinden. Stattdessen haben die Besucher ganzjährig die Möglichkeit, die Naturpark-Erlebnisausstellung im neu eingerichteten Naturparkhaus zu besuchen!
2005 und 2006
Stein.Geschichten
Von steinzeitlichen Funden bis zum Magnesitbergbau Tux – „Stuana“ spielten für die Zillertaler immer schon eine wichtige Rolle.
Stein.Geschichten war eine erlebnisreiche Ausstellung des Naturparks Zillertaler Alpen. Man konnte in eine andere Welt eintauchen und sich erzählen lassen: über die Gesteine der Zillertaler Alpen, die berühmten Zillertaler Mineralien und was der Mensch aus Steinen alles schafft. Nach dem Konzept von Alfred Kröll und gestaltet mit der Kristall-Fotokunst von Athanas Gritzer.
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2003 und 2004
"Gegen alles ist ein Kraut gewachsen!"
Warzenkraut, Arnika & Co. Die Heilkräuter rund um Ginzling standen im Mittelpunkt der Naturparkausstellung 2003 / 2004.
Ob in Homöopathie, Bach-blütentherapie oder Kräutertees: Heilkräuter stehen heute hoch im Kurs. Doch früher, als der Arzt weit weg und teuer war, mussten sich die Ginzlinger gegen Krankheiten von Mensch und Vieh schon selbst zu helfen wissen. Damals war das Wissen um die Kräuter und ihre Wirkung lebenswichtig.
Die Naturparkausstellung nach dem Konzept von Alfred Kröll bot unter diesem Aspekt für alle etwas: Heuhüpfen, Strohkammern und Duftpfade verbanden sich mit Wissenswertem und dem Kräuterwissen aus der Region. Gestaltet mit Bildelementen des Fotokünstlers Athanas Gritzer. Und als Höhepunkt blüht und gedeiht’s im eigens angelegten Bauerngarten auch heute noch.
2002 und 2001
„Laß dir erzählen...
über Schmuggler und von Wilderern“
Die Ausstellung des Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen drehte sich um Schmuggler und Wilderer, stolze und raue Gesellen, denen das Hochgebirge geradezu ideale Winkel, Kammern und Verstecke bot – der Alptraum jedes Gesetzhüters und umschwärmt von den Mädchen. So zumindest werden die „Schwarzen“ oft in Volksliedern und Gedichten verherrlicht. Ob was Wahres dran ist?
„Im Winter sind die Schmuggler mit den Skiern gegangen nach Pfitsch hinüber und sogar durch die Floite. Das war ziemlich gefährlich im Winter, wegen den Lawinen, dafür waren keine Finanzer (=Zöllner).“
„G’schmuggelt hab’n sie auch viel in der Zwischenkriegszeit. Vor allem leichte Sachen, weil sie haben des ja alles über die Jöcher tragen miaßen.“
„... Als die Gendarmerie aus Mayrhofen eintraf, war der abgestürzte Wilderer mit der Gemse spurlos verschwunden und es bedurfte längerer Nachforschungen, bis der wie durch ein Wunder gerettete und nur leicht verletzte Täter ausgeforscht wurde. Bei der Gerichtsverhandlung legte ihm der Richter 4 Monate Kerker auf, weil er auch gegen den Jäger den Bergstock geschwungen hat, als ihn dieser anrief.“
Aus dem Gendarmerie-Protokoll der Dienststelle Mayrhofen vom 6.11.1925
2000 und 1999
Laß dir erzählen…
Ginzling – am Anfang war das Bergsteigen!
Was heute das Golfspielen ist, war Mitte des 19. Jahrhunderts das Bergsteigen: eine Exklusivsportart für reiche Städter. Die ersten Alpinisten waren neugierige Wissenschaftler und Forscher, denen ein Leben in dieser unberechenbaren Hochgebirgswelt absolut unvorstellbar und fremd gewesen sein wird. Und es waren Abenteurer auf der Suche nach neuen Herausforderungen.
Die Erlebnisausstellung im Bergsteigerdorf Ginzling, mitten im Ruhegebiet Zillertaler Hauptkamm, wurde von Einheimischen gestaltet. Die Geschichte des Bergsteigens wurde daher aus einem meist vergessenen Blickwinkel beleuchtet: Denn es ist auch die Geschichte der Hüter, Jäger und Sammler des Hinteren Zillertals, die als Bergführer ihren Herren manchmal mit einiger Anstrengung den Berg hinauf helfen mussten.
Die „Berg-Promis“, die im Hinteren Zillertal zahlreiche Erstbegehungen durchführten, waren aber auch bekannte und gute Alpinisten, wie Ferdinand Löwl, Emil und Otto Zsigmondy, Paul Grohmann, Anton von Ruthner oder Peter Karl Thurwieser. Bedenkt man die Qualität der damaligen Ausrüstung und daß die Berge noch nicht mit Hütten und Wegen erschlossen waren, waren die Bergtouren sportliche Extremleistungen!
Heute ist es die junge Sportkletterszene, die auf den Granitblöcken rund um Ginzling die Geschichte des Alpinismus im Hinteren Zillertal fortschreibt: die „Ewigen Jagdgründe“ sind ein Klettergebiet, das weit über das Zillertal hinaus bekannt ist.
Diesen Geschichten und noch Vielem mehr konnte man auf der Ausstellung nachspüren...
1998
Bauernalltag
In bewährter Weise sollte das Thema Berglandwirtschaft erlebnisorientiert aufbereitet werden: z.B. die Steilheit der Flächen zeigen, Arbeitsgerät und Arbeitsweisen vorstellen, die Unterstände – „Kottar“ – wurden nachgebaut usw.
Die Arbeit der Bauern schafft Landschaft: Kulturlandschaft mit einem ungeheuer vielfältigen Artenreichtum – die Blumen der Bergwiesen gefallen dem Wanderer, so manches Kraut hat wohltuende und heilende Kraft: das wussten die Menschen zu nutzen – ein Wissen, das nicht verloren gehen sollte, und das wir für Sie aufbereiten wollten.
Das eigentliche Produkt der Bauernarbeit ist z.B. die Milch – im Prinzip immer gleich geblieben, hat sich die Herstellung und der Verkauf im Lauf der Jahre geändert. Auch diese Entwicklung wurde gezeigt.
Frische Nahrungsmittel – die Arbeit der Bauern – die Vielfalt der Kulturlandschaft: Eines ist ohne das andere nicht denkbar!
1997
Mensch und Natur
Diese Ausstellung hatte das Ziel, den Menschen - sein Leben - mit und in der Natur des Zillertaler Hauptkammes darzustellen, sowie die Entstehung und Entwicklung des Ruhegebietes zu präsentieren. Sie wurde so aufgebaut, dass die Neugier des Besuchers geweckt wurde, welcher sich die Informationen teilweise durch eigene Aktivität erschließen konnte (z.B. Vogelstimmen usw.). Die Besucher sollten angeregt werden, sich die verschiedenen Elemente in der Natur genauer und bewusster anzuschauen.






