Rangertagebuch

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Initiative „Haltet die Berge sauber“

Gemeinschaftsprojekt mit ATM und Umweltzone Zillertal

v.l. Ranger Alfred Stock, Alexander Würtenberger - ATM, Katharina Weiskopf und Willi Seifert Naturparkbetreuer, Johann Steinberger - Umweltzone Zillertal, Ranger Andrea Sporer

In einem Gemeinschaftsprojekt des Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen, der Umwelt-Zone-Zillertal und der Abfallwirtschaft Tirol Mitte Naturpark setzen die Partner verschiedene Bausteine unter dem Motto „Saubere Berge“ um. Das Projekt wird von der Altstoff Recycling Austria AG – Initiative „Reinwerfen statt wegwerfen“ unterstützt.

Stimmiges Gesamtpaket

Das Projekt beruht auf mehreren Säulen. Eine Säule sind jährliche Flurreinigungen mit den Schulen und Gemeinden der Naturparkregion. Neben der Säuberung steht dabei vor allem der Gedanke der Bewusstseinsbildung im Vordergrund. „Es gibt keine bessere Zielgruppe als unsere Kinder. Wenn man sie frühzeitig für dieses Thema sensibilisieren kann, hat man schon sehr viel erreicht“, sagen unisono Johann Steinberger, Leiter der Umweltzone Zillertal und Naturparkbetreuerin Katharina Weiskopf. Die beiden begleiten die Flurreinigungen mit einer Unterrichtseinheit in den Schulen. Übrigens: In den Bezirken Schwaz und Innsbruck-Land waren heuer über 7.000 Freiwillige bei den ATM-Flurreinigungsaktionen für die Natur unterwegs!

Positive Ansprache

Eine weitere Säule besteht in einem Netz an Infrastruktur unter dem Motto „Sauber statt Saubär“. An mehr als zehn ausgewählten, strategisch wichtigen Startpunkten zu Hütten- und Gipfelzielen stehen Hinweisschilder samt Trekking-Sack-Spendern, die mit 100%-ig kompostierbaren Maisstärkesäcken bestückt sind. Die Säcke bieten die Möglichkeit, Abfälle im Rucksack wieder mit nach Hause zu nehmen, ohne diesen schmutzig zu machen. Zusätzlich stehen bei einigen dieser Standorte mehrsprachige interaktive „Müllquiztafeln“, die auf die Verrottungsdauer verschiedener Abfälle hinweisen. „Es ist uns ein Anliegen, dieses Thema spielerisch anzugehen und nicht mit der Zeigefinger-Methode falsches Verhalten anzuprangern, bezeichnet Naturpark-GF Willi Seifert den Hintergrund dieser Infrastruktur.

Pilotprojekt mit Nachahmungscharakter

ATM-Umweltberater Alexander Würtenberger hofft, dass diese Infrastruktur über die Grenzen des Hochgebirgs-Naturparks hinaus auch in weiteren Regionen Verwendung findet. „Wir konnten beobachten, dass die Tafeln und die positive Umsetzung dieses Themas bei den Wanderern sehr gut ankommen“. 

NEU: Naturpark-Rangerprogramm

Ein wichtiger Bestandteil der Initiative sind die neuen Naturpark-Ranger. Ranger sind die „Außenposten“ und damit persönliche Visitenkarten des Hochgebirgs-Naturparks. Sie stehen nicht nur für professionelle Naturbeobachtung und kompetente Auskunft und Service im Gelände, sondern auch für „Saubere Berge“ und Naturschutz. Bei ihren Einsatztagen informieren sie Wanderer einerseits persönlich über das Thema „Littering“ und haben andererseits stets Müllsäcke dabei, um gefundenen Unrat wieder mit ins Tal zu nehmen. „Die Reaktionen der Gäste bei den ersten Einsätzen waren sehr positiv“, freuen sich GF Willi Seifert und Katharina Weiskopf über den vielversprechenden Ranger-Auftakt.

Österreichweit einzigartig

„Mit diesem österreichweit einzigartigen Gesamtpaket möchten wir einen konkreten Beitrag dazu leisten, dass unsere Berge sauber bleiben“, geben Seifert, Weiskopf, Würtenberger und Steinberger die Zielrichtung vor und ergänzen „Insgesamt schaut es in der Naturparkregion wirklich sauber aus, aber wir möchten für die Zukunft vorbauen und vor allem die Jugend für dieses Thema gewinnen“. Mit dem ausgewogenen Mix aus Aktionen, Infrastruktur und persönlicher Information sind die Projektpartner Hochgebirgs-Naturpark, ATM und Umweltzone dabei auf einem Erfolg versprechenden Weg.

 
 
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