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Erster Sprung ins Hochgebirge

Auswilderung von 7 Steinböcken bei der Greizer Hütte im Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen

Auf 2.250 m Seehöhe fand am 29. Juni wenige Gehminuten oberhalb der Greizer Hütte die zweite Steinbock-Auswilderung des Hochgebirgs-Naturparks statt. Rund 150 Interessierte, darunter 45 Personen der Veranstaltung Bergsteigerdorf hautnah sind der Einladung des Naturparks gefolgt. „Aktuell geht man von rund 80-90 Steinböcken aus, die im Gebiet heimisch sind. Durch die Auswilderung soll die Steinwild-Population im Naturpark gestärkt werden und die genetische Vielfalt aufgefrischt werden“, erklärt Naturpark-GF Willi Seifert.  

Transport in die Freiheit

Der Weg in die Freiheit war am weitesten für Speedy, Pepi und Luna aus dem Tiergarten Nürnberg. Sie sind schon am Vorabend nach Ginzling angereist. Dagegen wurden der Steinbock Gauder und die Geißen Anna, Marie und Laura (zwei davon stammen aus Moos im Passeiertal) in aller Früh vom Alpenzoo Innsbruck bis ins Floitental zur Materialseilbahn transportiert. Von dort ging es mit der Seilbahn bis zur Greizer Hütte und weiter zu Fuß und mit Hilfe von 28 starken Trägern bis zum Auswilderungsplatz oberhalb der Greizer Hütte. Begleitet wurden die ein- bis zweijährigen Tiere vom Alpenzoo-Tierarzt Matthias Seewald, der erklärt, dass die Tiere bei bester Gesundheit sind. Das wurde bereits Wochen vor der Auswilderung von den Zoos genau abgeklärt. Sie legen großen Wert auf eine art- und lebensraumgerechte Haltung und setzen dabei auf eine felsige Gehegegestaltung und karges Futter.

 Stolze Namenspaten begleiten die Tiere

Die zweite Klasse der NMS Mayrhofen begleitete ihre Steingeiß Laura. Sie haben mit den LehrerInnen auf der Greizer Hütte übernachtet. Aus der VS Ginzling waren die Schüler der 3. und 4. Schulstufe mit ihren Lehrern dabei. Sie haben der kleinsten Steingeiß den Namen Luna gegeben. Sehr stolz sind auch die Schüler der Naturparkschule VS Brandberg auf ihre Steingeiß Marie. Den Steinböcken Gauder, Speedy und Pepi sowie der Geiß Anna stehen Zillertal Bier, die Hintertuxer Gletscherbahnen, die Mayrhofner Bergbahnen, die Sparkasse Schwaz und die Greizer Hütte als Paten zur Seite. Herbert und Irmi Schneeberger (Greizer Hütte) können die Steinböcke wahrscheinlich immer wieder einmal in der Bergwelt oberhalb der Hütte beobachten.

Steinbock-Monitoring

Mit der Freilassung im Floitental wird das Steinbock-Projekt fortgesetzt, das 2016 begonnen wurde und noch bis 2020 läuft. Dieses Jahr wurden drei Tiere mit einem GPS-Sender ausgestattet, um ihre jahreszeitlichen Wanderungen zu dokumentieren. Damit sollen in den nächsten Jahren wertvolle Informationen zum Raumverhalten der Steinböcke in den Zillertaler Alpen gesammelt werden.

 

Die Projektpartner
Das Steinbock-Projekt ist eine gemeinsame Initiative des Hochgebirgs-Naturparks Zillertaler Alpen und der Österreichischen Bundesforste. Sie arbeiten dabei eng mit dem Alpenzoo Innsbruck und dem Tiergarten Nürnberg zusammen und werden vom Zillertaler Talschaftsvertrag sowie den Mayrhofner Bergbahnen, den Hintertuxer Gletscherbahnen , dem Zillertal Bier und der Sparkasse Schwaz finanziell unterstützt.

Für die großartige Unterstützung der Auswilderung bedanken wir uns ganz herzlich bei allen Partnern und fleißigen Helfern und bei den vielen Interessierten für die Teilnahme und den tollen Rahmen, den die Freilassung dadurch bekommen hat! (WS)

 
 
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